Glossar · Druck & Material
Direktdruck
Kurzdefinition
Beim Direktdruck wird die Tinte unmittelbar auf das Trägermaterial aufgebracht – auf Acrylglas, Aluminium oder Hartschaum. Es entfällt der Zwischenschritt über einen separaten Druck, der anschließend kaschiert wird. Das Verfahren ist schneller und günstiger, erreicht bei Acrylglas aber nicht die Farbtiefe der Kaschierung.
| Prinzip | Tinte direkt auf die Platte |
|---|---|
| Härtung | meist UV-Licht |
| Kosten | niedriger als Kaschierung |
| Tempo | schneller, weniger Arbeitsschritte |
| Auf Aluminium | gutes Ergebnis, Standardverfahren |
| Auf Acrylglas | weniger Tiefenwirkung |
| Fehlerquellen | Haftung, Kratzempfindlichkeit |
Tinte auf Metall und Kunststoff
Eine glatte Acryl- oder Aluminiumoberfläche nimmt normale Tinte nicht an – sie würde perlen und verlaufen. Deshalb arbeitet der Direktdruck meist mit UV-härtenden Tinten: Die aufgetragene Farbe wird sofort mit UV-Licht bestrahlt und härtet innerhalb von Sekundenbruchteilen aus. Sie zieht nicht ein, sie bleibt liegen und verbindet sich mit dem Untergrund.
Bei Aluminium liefert das ein exzellentes Ergebnis und ist das übliche Verfahren. Die matte Oberfläche nimmt die Tinte gleichmäßig an, das Bild wirkt sachlich und plan.
Der Kompromiss bei Acrylglas
Bei Acrylglas sitzt die Tinte im Direktdruck auf der Rückseite der Platte. Es fehlt aber die vollflächige Verbindung mit einem hochwertigen Fotodruck, wie sie die Kaschierung herstellt. Die Farbe hat weniger Dichte, Schwarz erreicht nicht dieselbe Tiefe, und die charakteristische Glasur-Wirkung bleibt schwächer.
Optisch liegen die Verfahren nicht Welten auseinander – aber genau dieser Unterschied ist der Grund, warum man Acrylglas überhaupt wählt. Wer die Tiefenwirkung will und beim Verfahren spart, kauft das teure Material und verzichtet auf seinen Vorteil.
Das heißt für dein Wandbild
Für Aluminium ist der Direktdruck die richtige und übliche Wahl. Da gibt es nichts abzuwägen.
Bei Acrylglas solltest du genau hinsehen. Viele günstige Angebote nennen sich „Acrylglasbild“, meinen aber den Direktdruck. Frag nach – wenn du das Material wegen der Tiefe kaufst, willst du die Kaschierung.
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Häufige Fragen
Was ist UV-Direktdruck?
Ein Direktdruckverfahren mit Tinten, die durch UV-Licht sofort aushärten. Dadurch haften sie auch auf glatten, nicht saugenden Oberflächen wie Acryl oder Aluminium.
Ist Direktdruck schlechter als Kaschierung?
Auf Aluminium nicht – dort ist er Standard und liefert sehr gute Ergebnisse. Auf Acrylglas erreicht er nicht die Farbtiefe der Kaschierung.
Ist Direktdruck kratzempfindlich?
Die Tinte liegt auf der Oberfläche, bei Aluminium also außen. Ohne Schutzlack kann sie zerkratzen. Bei Acrylglas sitzt sie rückseitig und ist dadurch geschützt.