Canvarisma Kunstlexikon

Kunststile · 1917 bis 1931

De Stijl

Kurzdefinition

De Stijl war eine 1917 in den Niederlanden gegründete Bewegung. Sie reduzierte die Bildmittel auf das Äußerste: nur Waagerechte und Senkrechte, nur die drei Grundfarben plus Schwarz, Weiß und Grau. Ziel war eine universelle Bildsprache jenseits aller Individualität.

Auf einen Blick
Gegründet1917, Niederlande
Auch genanntNeoplastizismus
Liniennur waagerecht und senkrecht
FarbenRot, Gelb, Blau
NichtfarbenSchwarz, Weiß, Grau
VerbotenDiagonale, Kurve, Mischfarbe
Zerbrochen ander Diagonale

Warum nur rechte Winkel

Der Gedanke war universalistisch: Persönlicher Ausdruck, individuelle Handschrift, subjektive Empfindung – all das trennt die Menschen. Eine Bildsprache aber, die auf die einfachsten, allgemeingültigen Elemente reduziert ist, könnte sie verbinden.

Waagerecht und senkrecht sind die Grundachsen der Welt: Horizont und Schwerkraft. Rot, Gelb und Blau sind die Farben, aus denen alle anderen entstehen. Wer sich darauf beschränkt, malt nichts Persönliches mehr – sondern das Allgemeine. So jedenfalls die Idee.

Der Streit um die Diagonale

1924 begann ein Mitglied der Gruppe, Bilder um 45 Grad zu kippen und mit Diagonalen zu arbeiten. Für ihn war das eine Weiterentwicklung; für Mondrian war es Verrat am Prinzip.

Der Streit endete mit dem Austritt Mondrians. Aus heutiger Sicht mag es kleinlich wirken, wegen einer Linienrichtung eine Bewegung zu sprengen. Aber genau darum ging es: Wenn die Beschränkung das Prinzip ist, dann ist jede Ausnahme ihr Ende.

Das heißt für dein Wandbild

De-Stijl-Motive sind unverwüstlich modern. Rechteckige Farbfelder in Rot, Gelb und Blau, getrennt durch schwarze Linien – das funktioniert seit hundert Jahren und wird auch die nächsten zehn Jahre überstehen.

Sie brauchen exakten Druck. Eine schwarze Linie, die auf grober Leinwandstruktur ausfranst, zerstört die Strenge, von der alles abhängt. Glattes Material ist hier die richtige Wahl.

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Häufige Fragen

Was ist De Stijl?

Eine 1917 in den Niederlanden gegründete Bewegung, die Kunst auf Waagerechte, Senkrechte und die drei Grundfarben reduzierte.

Warum nur rechte Winkel?

Weil waagerecht und senkrecht als Grundachsen der Welt galten – Horizont und Schwerkraft. Die Beschränkung sollte eine universelle, unpersönliche Bildsprache ermöglichen.

Woran zerbrach De Stijl?

An der Diagonale. Als ein Mitglied begann, Bilder zu kippen, sah Mondrian das Prinzip verraten und verließ die Gruppe.

Geometrisch reduziert

Klare Flächen, exakte Linien – auf glattem Material gedruckt.

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