Canvarisma Kunstlexikon

Glossar · Wohnen & Raumwirkung

Farbkreis

Kurzdefinition

Der Farbkreis ordnet Farben ringförmig nach ihrer Verwandtschaft an. In der bekanntesten Form geht er auf Johannes Itten zurück und umfasst zwölf Felder: drei Primärfarben, drei Sekundärfarben und sechs Tertiärfarben. Gegenüberliegende Farben sind komplementär.

Auf einen Blick
PrimärfarbenRot, Gelb, Blau
SekundärfarbenOrange, Grün, Violett
Tertiärfarbendie sechs Mischungen dazwischen
GegenüberKomplementärfarben
Benachbartanaloge Farben
PrägendJohannes Itten, Bauhaus
Praktischer NutzenFarbkombinationen ableiten

Wie er aufgebaut ist

In der Mitte des klassischen Farbkreises stehen die drei Primärfarben: Rot, Gelb, Blau. Aus ihnen lassen sich alle anderen mischen. Mischt man je zwei, entstehen die Sekundärfarben – Orange, Grün, Violett. Mischt man wiederum eine Primär- mit einer benachbarten Sekundärfarbe, entstehen die sechs Tertiärfarben.

Diese zwölf Felder werden ringförmig angeordnet, sodass verwandte Farben nebeneinanderliegen. Der Kreis schließt sich – zwischen Rot und Violett gibt es keinen Bruch.

Wozu er gut ist

Der eigentliche Nutzen liegt in der Geometrie. Zwei gegenüberliegende Farben sind komplementär – sie erzeugen den stärksten Kontrast. Zwei bis drei benachbarte Farben sind analog – sie wirken harmonisch und ruhig. Drei gleichmäßig verteilte Farben bilden einen Dreiklang, der lebendig und ausgewogen zugleich wirkt.

Damit ist der Farbkreis ein Werkzeug, kein Naturgesetz. Er ersetzt kein Auge, aber er liefert Ausgangspunkte, die selten falsch sind.

Das heißt für dein Wandbild

Für dich ist der Farbkreis vor allem beim Kombinieren von Bild und Raum nützlich. Nimm die dominante Farbe deiner Wand oder deines Sofas und schau, was ihr gegenüberliegt – das ist die Farbe, die als Akzent im Bild am stärksten wirkt.

Und wenn du mehrere Bilder zusammen hängen willst: Farben, die im Kreis nebeneinanderliegen, harmonieren fast automatisch. Farben, die sich gegenüberstehen, brauchen mehr Abstand, sonst kämpfen sie.

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Häufige Fragen

Was sind Primärfarben?

Rot, Gelb und Blau. Aus ihnen lassen sich im klassischen Farbkreis alle anderen Farben mischen.

Was liegt sich im Farbkreis gegenüber?

Komplementärfarben. Sie erzeugen den stärksten möglichen Farbkontrast – etwa Blau und Orange.

Wofür brauche ich den Farbkreis?

Um Farbkombinationen abzuleiten: gegenüberliegende Farben für Kontrast, benachbarte für Harmonie, gleichmäßig verteilte für einen ausgewogenen Dreiklang.