Canvarisma Kunstlexikon

Künstler · De Stijl

Piet Mondrian

Gemeinfrei · druckbar

Kurzdefinition

Piet Mondrian (1872–1944) reduzierte die Malerei auf das Äußerste: waagerechte und senkrechte schwarze Linien, dazwischen Felder in Rot, Gelb, Blau, Weiß und Grau. Nichts Diagonales, nichts Gemischtes, nichts Persönliches. Seine Werke sind seit dem 1. Januar 2015 gemeinfrei.

Auf einen Blick
Lebensdaten07.03.1872 – 01.02.1944
GeburtsortAmersfoort, Niederlande
BewegungDe Stijl, ab 1917
ErlaubtWaagerechte, Senkrechte
VerbotenDiagonale, Kurve, Mischfarbe
Spätwerkin New York, rhythmischer
Urheberrechterloschen 2015

Der Weg zur Reduktion

Mondrian begann als naturalistischer Landschaftsmaler. Seine frühen Bilder zeigen Bäume, Mühlen, Dünen. Dann beginnt ein Prozess, den man an den Bildern ablesen kann: Der Baum verliert seine Blätter, dann seine Rundungen, dann seine Erkennbarkeit. Übrig bleibt ein Gitter aus Linien.

Das war kein Bruch, sondern eine Destillation. Mondrian suchte hinter der wechselnden Erscheinung das Bleibende – und fand es in der Waagerechten und der Senkrechten. Die Reduktion war für ihn kein Verzicht, sondern das Ziel.

Warum er die Diagonale verbot

Waagerecht und senkrecht galten Mondrian als die Grundachsen der Welt: Horizont und Schwerkraft. Eine Diagonale ist beides nicht – sie ist eine Störung, ein Ungleichgewicht, eine Zumutung.

Als ein Mitstreiter 1924 begann, Bilder um 45 Grad zu kippen, verließ Mondrian die Gruppe. Aus heutiger Sicht wirkt das kleinlich. Aber es folgt zwingend aus der Sache: Wenn die Beschränkung das Prinzip ist, dann ist jede Ausnahme ihr Ende.

Das heißt für dein Wandbild

Mondrian ist der einfachste und zugleich anspruchsvollste Druck. Einfach, weil es keine Verläufe und keine Details gibt. Anspruchsvoll, weil alles von der Kante abhängt.

Eine schwarze Linie, die auf grober Leinwand ausfranst, zerstört das Bild. Ein Rot, das nicht exakt sitzt, macht es billig. Glattes Material – Acrylglas oder Alu-Dibond – ist hier keine Empfehlung, sondern Bedingung.

Rechtlich unbedenklich: Mondrian starb 1944. Seine Werke sind seit dem 1. Januar 2015 gemeinfrei und dürfen frei reproduziert werden.

Bekannte Werke

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Häufige Fragen

Warum nur Rot, Gelb und Blau?

Weil es die Grundfarben sind, aus denen alle anderen entstehen. Mondrian suchte das Bleibende hinter der wechselnden Erscheinung – Mischfarben waren ihm zu beliebig.

Warum keine Diagonalen?

Weil Waagerechte und Senkrechte für ihn die Grundachsen der Welt waren: Horizont und Schwerkraft. Als ein Mitstreiter Bilder kippte, verließ Mondrian die Gruppe.

Welches Material braucht ein Mondrian-Druck?

Glattes. Acrylglas oder Alu-Dibond. Auf grober Leinwand franst die schwarze Linie aus – und damit ist das Bild zerstört.

Geometrisch reduziert

Exakte Kanten, reine Farben – auf glattem Material.

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