Künstler · Farbfeldmalerei
Mark Rothko
Urheberrechtlich geschützt · kein Druck
Kurzdefinition
Mark Rothko (1903–1970) malte große Bilder aus wenigen, weichen Farbflächen, die ineinander übergehen. Er wollte, dass der Betrachter nah herantritt – so nah, dass nichts anderes mehr im Blickfeld ist. Seine Werke sind bis Ende 2040 geschützt.
| Lebensdaten | 25.09.1903 – 25.02.1970 |
|---|---|
| Geburtsort | Daugavpils, Lettland |
| Bildaufbau | zwei bis drei weiche Farbflächen |
| Format | sehr groß |
| Gewünschter Abstand | etwa 45 Zentimeter |
| Anspruch | unmittelbare Wirkung, nicht Dekoration |
| Urheberrecht | geschützt bis 31.12.2040 |
Warum man nah herantreten soll
Rothko gab an, seine Bilder aus etwa fünfundvierzig Zentimetern Entfernung betrachtet sehen zu wollen. Das ist absurd nah für ein Bild von zwei Metern Höhe – man kann es dann nicht mehr als Ganzes sehen.
Genau darum geht es. Aus dieser Entfernung füllt die Farbe das gesamte Blickfeld. Man betrachtet das Bild nicht mehr, man ist darin. Rothko wollte keine Bilder, die man anschaut – er wollte Zustände, in die man eintritt.
Warum der Druck scheitert
Rothkos Wirkung beruht auf zwei Dingen, die ein Druck nicht liefern kann. Erstens die Größe: Ein verkleinertes Farbfeld ist ein Farbmuster, kein Raum. Zweitens die Oberfläche: Rothko baute seine Flächen aus dutzenden dünnster Schichten auf, die durcheinander hindurchscheinen. Die Farbe wirkt, als leuchte sie von innen.
Ein Flachdruck bildet eine Farbe ab. Er kann nicht abbilden, dass diese Farbe aus zwanzig Schichten besteht. Deshalb sind Rothko-Reproduktionen fast immer enttäuschend – und deshalb ist die Auseinandersetzung mit ihm im Original unersetzlich.
Das heißt für dein Wandbild
Rothkos Werke sind geschützt und dürfen nicht reproduziert werden.
Eigenständige Farbfeldarbeiten sind zulässig – und sie sind ein starkes Wandbildkonzept, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: großes Format und eine ruhige Wand ohne Konkurrenz. Ein Farbfeld neben einem Regal ist ein Farbfleck.
Urheberrechtlich geschützt: Rothko starb 1970. Seine Werke sind bis zum 31. Dezember 2040 geschützt und dürfen nicht ohne Lizenz reproduziert werden. Eigenständige abstrakte Farbfeldarbeiten sind zulässig.
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Häufige Fragen
Warum wollte Rothko, dass man so nah herantritt?
Weil aus fünfundvierzig Zentimetern die Farbe das gesamte Blickfeld füllt. Man betrachtet das Bild nicht mehr – man ist darin.
Warum enttäuschen Rothko-Drucke?
Weil seine Flächen aus dutzenden dünnster Schichten bestehen, die durcheinander hindurchscheinen. Ein Flachdruck bildet nur eine Farbe ab, nicht ihre Tiefe.
Sind Rothkos Werke gemeinfrei?
Nein. Er starb 1970, die Schutzfrist läuft bis Ende 2040.