Canvarisma Kunstlexikon

Künstler · Michelangelo, um 1511

Die Erschaffung Adams

Gemeinfrei · druckbar

Kurzdefinition

Michelangelos Deckenfresko zeigt Gott, der Adam die Hand entgegenstreckt. Die Finger berühren sich nicht – zwischen ihnen bleibt ein Spalt. Das ist die berühmteste Lücke der Kunstgeschichte.

Auf einen Blick
KünstlerMichelangelo Buonarroti
Entstandenum 1511
OrtDecke der Sixtinischen Kapelle
Die Fingerberühren sich nicht
Adams Armbereits erhoben, aber schlaff
Deutung der Form um Gottumstritten
Rechtslagegemeinfrei

Der Spalt

Gott streckt den Arm mit voller Energie aus, der Finger ist gespannt. Adams Arm ist erhoben, aber schlaff – das Handgelenk hängt, der Finger ist nicht gestreckt. Er ist noch nicht ganz da.

Zwischen den Fingern bleibt ein Zentimeter. Der Funke ist noch nicht übergesprungen. Michelangelo malt nicht die Erschaffung, sondern den Moment davor – die Sekunde vor dem Leben. Genau diese Lücke macht das Bild unvergesslich. Ein Bild, in dem sich die Finger berühren, wäre vorbei.

Die Form um Gott

Gott und die Figuren um ihn herum sind von einem roten, mantelartigen Umriss umgeben. 1990 stellte ein Arzt die These auf, diese Form entspreche einem anatomischen Querschnitt des menschlichen Gehirns – Michelangelo, der als Anatom sezierte, habe das bewusst eingebaut.

Die These ist populär geworden und wird bis heute diskutiert. Belegt ist sie nicht. Kunsthistoriker verweisen darauf, dass ähnliche Umrisse in der Zeit üblich waren. Man kann die Ähnlichkeit sehen – und man kann in Wolken auch Gesichter sehen. Was Michelangelo dachte, weiß niemand.

Das heißt für dein Wandbild

Das Motiv wird fast immer als Ausschnitt gedruckt – die beiden Hände allein. Das funktioniert hervorragend im Querformat und ist eines der stärksten grafischen Motive der Kunstgeschichte.

Beim vollständigen Deckenausschnitt braucht es Größe. Und ein Hinweis zum Zustand: Das Fresko wurde in den 1980er Jahren umstritten gereinigt – die Farben sind seither deutlich heller. Beide Zustände sind im Umlauf.

Rechtlich unbedenklich: Michelangelo starb 1564. Das Werk ist längst gemeinfrei. Zu prüfen bleibt allein die Herkunft der Druckvorlage.

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Häufige Fragen

Berühren sich die Finger?

Nein. Zwischen ihnen bleibt ein Spalt. Michelangelo malt nicht die Erschaffung, sondern den Moment davor.

Ist die Form um Gott ein Gehirn?

Das ist eine These von 1990, populär, aber nicht belegt. Kunsthistoriker verweisen auf zeittypische Umrisse. Was Michelangelo dachte, weiß niemand.

Welches Format eignet sich?

Der Ausschnitt mit den beiden Händen funktioniert im Querformat hervorragend – eines der stärksten grafischen Motive überhaupt.

Die Erschaffung Adams bei Canvarisma

Gedruckt und gespannt in Deutschland – auf Leinwand, Acrylglas oder Alu-Dibond.

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