Glossar · Rahmen & Aufhängung
Keilrahmen
Kurzdefinition
Ein Keilrahmen ist ein Holzgestell, über das die bedruckte Leinwand gespannt und auf der Rückseite getackert wird. Kleine Holzkeile in den Eckverbindungen lassen sich nachtreiben und erhöhen die Spannung. Die Stegtiefe bestimmt, wie plastisch das fertige Bild von der Wand absteht.
| Material | Kiefer- oder Fichtenholz, kammergetrocknet |
|---|---|
| Stegtiefe Standard | 2 cm |
| Stegtiefe Galerie | 4 cm |
| Spannung | über nachtreibbare Holzkeile |
| Kanten | Spiegelrand, Farbrand oder Weißrand |
| Aufhängung | Zackenaufhänger oder Bilderschiene |
Warum das Bild einen Rahmen von innen braucht
Eine bedruckte Leinwand ist zunächst nur ein Stück Stoff. Erst der Keilrahmen macht daraus ein Bild: Er hält die Fläche plan, verhindert Wellen und gibt dem Ganzen Stabilität. Die Leinwand wird über die Kanten gezogen und rückseitig getackert – von vorn ist davon nichts zu sehen.
In den Ecken sitzen kleine Holzkeile. Treibt man sie mit ein paar leichten Hammerschlägen tiefer, drücken sie die Rahmenschenkel minimal auseinander und spannen die Leinwand nach. Genau daher kommt der Name.
Zwei Zentimeter oder vier
Die Standardausführung hat 2 cm Stegtiefe. Das Bild liegt damit flach an der Wand an und wirkt zurückhaltend – gut für Bildergruppen, bei denen kein Einzelbild dominieren soll.
Der Galerie-Keilrahmen mit 4 cm Stegtiefe hebt das Bild sichtbar von der Wand ab. Es wirft einen Schatten, bekommt Körper und braucht keinen zusätzlichen Rahmen mehr. Für ein einzelnes großes Bild ist das fast immer die bessere Wahl.
Das heißt für dein Wandbild
Wenn deine Leinwand nach einiger Zeit leicht wellig wird, ist das kein Mangel – Holz und Gewebe arbeiten mit der Luftfeuchtigkeit. Ein paar vorsichtige Schläge auf die Keile, und die Spannung ist wieder da. Nicht überdrehen: Der Rahmen soll die Leinwand straffen, nicht sprengen.
Bei Formaten ab etwa 120 cm Kantenlänge lohnt sich ein Rahmen mit Mittelstrebe. Ohne sie kann sich der Rahmen über die Jahre verziehen, und das sieht man dem Bild an.
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Häufige Fragen
Wozu dienen die Keile im Keilrahmen?
Sie werden in die Eckverbindungen getrieben und drücken die Schenkel minimal auseinander. Dadurch spannt sich die Leinwand nach – hilfreich, wenn sie mit der Zeit leicht nachgibt.
Was ist ein Galerie-Keilrahmen?
Ein Keilrahmen mit 4 cm Stegtiefe statt der üblichen 2 cm. Das Bild steht sichtbar von der Wand ab, wirft einen Schatten und kommt ohne zusätzlichen Rahmen aus.
Meine Leinwand ist wellig – was tun?
Meist reicht es, die Keile in den Ecken vorsichtig ein Stück nachzutreiben. Behutsam vorgehen und zwischendurch prüfen; zu viel Spannung schadet dem Gewebe.
Auf Keilrahmen gespannt
Alle Leinwandbilder kommen fertig gespannt – wahlweise auf 2 cm oder als Galerie-Keilrahmen mit 4 cm Stegtiefe.