Glossar · Farbe & Bildtechnik
CMYK
Kurzdefinition
CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key – die vier Grundfarben des Drucks. Sie arbeiten subtraktiv: Jede Farbe entzieht dem weißen Licht einen Anteil. Übereinander gedruckt ergeben sie theoretisch Schwarz, praktisch nur ein schmutziges Dunkelbraun. Deshalb kommt echtes Schwarz separat dazu.
| C | Cyan |
|---|---|
| M | Magenta |
| Y | Yellow (Gelb) |
| K | Key, die Schwarzplatte |
| Prinzip | subtraktiv, Licht wird entzogen |
| Ohne Farbe | weißes Papier |
| Farbraum | kleiner als RGB |
Warum Farbe hier abzieht statt hinzuzufügen
Ein Bildschirm leuchtet. Er addiert Licht: Rot plus Grün plus Blau ergibt Weiß. Papier leuchtet nicht – es reflektiert das Licht, das darauf fällt. Jede Farbe, die man aufträgt, schluckt einen Teil davon.
Cyan schluckt Rot, Magenta schluckt Grün, Gelb schluckt Blau. Wo nichts gedruckt wird, bleibt das Papierweiß. Und wo alles übereinanderliegt, wird fast alles Licht geschluckt – theoretisch ergibt das Schwarz.
Das K und warum es nötig ist
Theoretisch. Praktisch sind Druckfarben nie perfekt: Übereinander ergeben Cyan, Magenta und Gelb kein sattes Schwarz, sondern ein matschiges Dunkelbraun. Und man bräuchte drei volle Farbschichten, um es zu erreichen – das Papier würde sich vollsaugen und wellen.
Deshalb gibt es eine vierte Farbe: reines Schwarz. Das K steht für Key, die Schlüsselplatte, an der im klassischen Druck die anderen ausgerichtet wurden. Es ist billiger, es druckt schärfer, und es macht satte Tiefen überhaupt erst möglich.
Das heißt für dein Wandbild
Für dich als Käufer ist das vor allem eine Warnung: Was du auf dem leuchtenden Bildschirm siehst, kann der Druck nicht immer erreichen. Besonders kräftige Grün- und Blautöne sowie leuchtendes Orange gehen im Druck ein.
Gute Kunstdrucker umgehen das Problem, indem sie nicht mit vier, sondern mit acht bis zwölf Tinten arbeiten – zusätzliche Rot-, Grün- und Orangetöne erweitern den erreichbaren Farbraum erheblich. Frag danach, wenn Farben für dich wichtig sind.
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Häufige Fragen
Wofür steht CMYK?
Cyan, Magenta, Yellow und Key. Key bezeichnet die Schwarzplatte, an der im klassischen Druck die anderen Farben ausgerichtet wurden.
Warum braucht man Schwarz zusätzlich?
Weil Cyan, Magenta und Gelb übereinander kein sattes Schwarz ergeben, sondern ein matschiges Dunkelbraun. Reines Schwarz ist zudem günstiger und schärfer.
Warum sehen gedruckte Farben anders aus als am Bildschirm?
Weil der Bildschirm Licht addiert und Papier Licht schluckt. Der druckbare Farbraum ist kleiner – kräftige Grün-, Blau- und Orangetöne leiden am meisten.