Canvarisma Kunstlexikon

Kunststile · 1907 bis 1920er Jahre

Kubismus

Kurzdefinition

Der Kubismus entstand ab 1907 in Paris. Er brach mit der Zentralperspektive und zeigt Gegenstände aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig – zerlegt in Flächen und wieder zusammengesetzt. Damit endete die fünfhundertjährige Herrschaft der einen richtigen Ansicht.

Auf einen Blick
Zeitraumab 1907
UrsprungParis
Bricht mitder Zentralperspektive
Analytischer Kubismus1909–1912, zerlegend, monochrom
Synthetischer Kubismusab 1912, aufbauend, farbiger
Neu erfundendie Collage
WegbereiterPaul Cézanne

Warum Cézanne der Anfang war

Cézanne hatte gesagt, man solle die Natur als Zylinder, Kugel und Kegel behandeln. Er suchte hinter der wechselnden Erscheinung die feste Form – und malte Gegenstände oft aus leicht verschobenen Blickwinkeln zugleich, ohne dass es auffiel.

Der Kubismus zog daraus die radikale Konsequenz. Wenn ein Gegenstand von vorn, von der Seite und von oben zugleich gezeigt werden kann, dann gibt es keinen Grund, sich für eine Ansicht zu entscheiden. Die Zentralperspektive, seit der Renaissance selbstverständlich, war damit nur noch eine Möglichkeit unter mehreren.

Zwei Phasen

Im analytischen Kubismus wurden die Gegenstände in immer kleinere Facetten zerlegt, bis sie kaum noch erkennbar waren. Die Farbe verschwand fast völlig – Braun-, Grau- und Ockertöne, damit die Form nicht abgelenkt wurde.

Im synthetischen Kubismus ab 1912 kehrte sich die Richtung um: Statt zu zerlegen, wurde aufgebaut. Aus Flächen, Farben und eingeklebten Materialien entstanden Bilder – und dabei wurde die Collage erfunden, eine der folgenreichsten Techniken der Moderne.

Das heißt für dein Wandbild

Kubistische Motive sind grafisch, flächig und farbstark. Sie funktionieren auf jedem Material – und weil sie keine feinen Verläufe haben, sind sie auch bei knapper Auflösung unkritisch.

Sie brauchen allerdings eine ruhige Umgebung. Die zerlegte Form ist für das Auge Arbeit; wenn daneben noch Muster und Farben konkurrieren, wird die Wand anstrengend.

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Häufige Fragen

Was ist Kubismus?

Eine Kunstrichtung ab 1907, die Gegenstände aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig zeigt – zerlegt in Flächen und neu zusammengesetzt. Sie bricht mit der Zentralperspektive.

Was unterscheidet analytischen und synthetischen Kubismus?

Der analytische zerlegt den Gegenstand in Facetten, fast ohne Farbe. Der synthetische baut ab 1912 aus Flächen und Materialien wieder auf – und erfand dabei die Collage.

Wer gilt als Wegbereiter des Kubismus?

Paul Cézanne. Er suchte hinter der Erscheinung die feste Form und malte Gegenstände aus leicht verschobenen Blickwinkeln zugleich.

Kubismus bei Canvarisma

Gedruckt und gespannt in Deutschland – auf Leinwand, Acrylglas oder Alu-Dibond.

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