Canvarisma Kunstlexikon

Kunststile · ab Ende der 1960er Jahre

Fotorealismus

Kurzdefinition

Der Fotorealismus entstand Ende der 1960er Jahre in den USA. Seine Maler arbeiten nach Fotografien und übertragen sie mit äußerster Präzision auf die Leinwand – Spiegelungen, Unschärfen, Bildfehler inklusive. Das Ergebnis wirkt wie ein Foto und ist doch gemalt.

Auf einen Blick
Zeitraumab Ende der 1960er Jahre
UrsprungUSA
Vorlagestets eine Fotografie
Übernommenauch Spiegelungen und Unschärfen
Technikmeist Acryl, oft mit Airbrush
Frage dahinterwas ist ein Bild?
RechtslageHauptvertreter geschützt oder lebend

Warum die Bildfehler mitgemalt werden

Ein Fotorealist malt nicht die Wirklichkeit ab, sondern ein Foto von der Wirklichkeit. Der Unterschied ist entscheidend – und man sieht ihn an den Details: die Unschärfe im Hintergrund, die Reflexe im Objektiv, die Verzerrung am Bildrand.

Nichts davon sieht ein Auge. Das sieht nur eine Kamera. Indem der Maler diese Eigenheiten mitmalt, malt er nicht die Szene – er malt das Foto. Das Bild handelt vom Medium, nicht vom Motiv.

Der Vorwurf und die Antwort

Der naheliegende Einwand lautet: Wozu monatelang malen, was eine Kamera in einer Sekunde erledigt? Ist das nicht bloße Fingerfertigkeit?

Die Antwort der Fotorealisten war: Genau darum geht es. In einer Welt, die von Fotografien überschwemmt wird, ist die Frage, was ein Bild überhaupt noch ist, nicht trivial. Ein Gemälde, das zwei Jahre Arbeit kostet und aussieht wie ein Schnappschuss, stellt diese Frage mit jedem Pinselstrich.

Das heißt für dein Wandbild

Fotorealistische Motive verlangen im Druck alles. Feinste Details, sauberste Kanten, große Formate – wer hier spart, macht aus einem hyperrealistischen Bild ein unscharfes.

Glattes Material ist Pflicht. Eine grobe Leinwandstruktur überlagert genau die Detailauflösung, von der alles abhängt. Acrylglas oder Alu-Dibond geben sie wieder.

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Häufige Fragen

Was ist Fotorealismus?

Eine Kunstrichtung ab Ende der 1960er Jahre, deren Maler nach Fotografien arbeiten und diese mit äußerster Präzision auf die Leinwand übertragen.

Warum malen Fotorealisten Unschärfen mit?

Weil sie nicht die Wirklichkeit malen, sondern ein Foto davon. Unschärfe und Objektivreflexe sieht nur eine Kamera – sie mitzumalen macht das Medium zum Thema.

Welches Material eignet sich für fotorealistische Motive?

Glattes. Acrylglas oder Alu-Dibond. Eine grobe Leinwandstruktur überlagert genau die Detailauflösung, von der alles abhängt.

Fotorealistische Motive

Höchste Detailauflösung – auf Acrylglas oder Alu-Dibond gedruckt.

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