Canvarisma Kunstlexikon

Ratgeber · Kauf & Anlass

Eine Bildergruppe planen

Kurzdefinition

Eine Bilderwand entsteht nicht an der Wand, sondern auf dem Boden. Wer direkt bohrt, bohrt zweimal. Die Planung folgt einer festen Reihenfolge – und der wichtigste Schritt kommt vor dem ersten Loch.

Auf einen Blick
Schritt 1Gesamtfläche festlegen
Schritt 2auf dem Boden auslegen
Schritt 3Papierschablonen an die Wand
Schritt 4erst dann bohren
Abstand5–8 cm, überall gleich
Ankerbilddas größte, leicht außermittig
Ungerade Zahlwirkt lebendiger als gerade

Erst die Gesamtfläche

Eine Bildergruppe wird als ein einziger Block wahrgenommen, nicht als Summe von Einzelbildern. Deshalb gilt die Zwei-Drittel-Regel für die Gesamtfläche: Über einem 220 Zentimeter breiten Sofa soll die Gruppe zusammen rund 145 Zentimeter breit sein – inklusive der Fugen.

Drei Bilder à 45 Zentimeter mit zwei Fugen à 6 Zentimeter ergeben 147 Zentimeter. Passt. Drei Bilder à 30 Zentimeter ergeben 102 Zentimeter – zu wenig. Rechne, bevor du kaufst.

Auf dem Boden, nicht an der Wand

Leg die Bilder auf dem Boden aus, in der Anordnung, die du dir vorstellst. Schieb sie herum. Fotografier das Ergebnis von oben. Änder etwas. Fotografier wieder.

Das kostet zwanzig Minuten und ersetzt zehn Bohrlöcher. Auf dem Boden sieht man sofort, ob eine Anordnung trägt – an der Wand sieht man es erst, wenn es zu spät ist.

Die Schablonen

Schneide für jedes Bild ein Blatt Papier in exakter Größe zu und kleb es mit Malerkrepp an die Wand, im geplanten Raster. Markier auf jedem Blatt, wo der Nagel sitzen muss.

Lass es einen Tag hängen. Dann bohr durch die Markierungen und nimm die Blätter ab. Das ist die einzige Methode, bei der jedes Loch sitzt – und sie ist so einfach, dass es fast peinlich ist, sie nicht zu benutzen.

Das heißt für dein Wandbild

Halte den Abstand konstant: fünf bis acht Zentimeter, überall gleich. Ungleiche Fugen sind der häufigste Fehler und der auffälligste – das Auge misst sie, ohne dass man es merkt.

Und nimm ein Ankerbild: das größte, leicht außermittig platziert. Eine Gruppe aus lauter gleich großen Bildern wirkt wie ein Raster, nicht wie eine Wand.

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Häufige Fragen

Wie plane ich eine Bilderwand?

Erst die Gesamtfläche festlegen, dann auf dem Boden auslegen, dann Papierschablonen an die Wand, dann erst bohren.

Wie groß sollte der Abstand zwischen den Bildern sein?

Fünf bis acht Zentimeter, und überall gleich. Ungleiche Fugen sind der auffälligste Fehler.

Gilt die Zwei-Drittel-Regel auch für Gruppen?

Ja, für die Gesamtfläche inklusive der Fugen. Eine Gruppe wird als ein Block wahrgenommen.

Sets für die Bilderwand

Abgestimmte Motive im Set – die Planung ist schon erledigt.

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